Zum Inhalt springen
ChatGPT Ads in der Schweiz: Laptop mit ChatGPT-Oberfläche vor Schweizer Berglandschaft zur kontextbasierten Werbung und GEO.
12 Min. Lesezeit

ChatGPT Ads: Wie kontextbasierte Werbung funktioniert und was sie für GEO verändert

Francisco Montemari

Francisco Montemari

Francisco Montemari ist Gründer von Zündstoff Marketing (Plan26 GmbH), Dipl. Marketingmanager HF und System Engineer mit über 16 Jahren IT- und mehr als 10 Jahren Marketing-Erfahrung, spezialisiert auf Suchmaschinenoptimierung, Generative Engine Optimization (GEO) und KI-Sichtbarkeit für Schweizer KMU.

Das Wichtigste in Kürze

ChatGPT Ads sind seit Ende August 2026 auch für Werbetreibende in der Schweiz über den Self-Service Ads Manager verfügbar. Anders als klassische Keyword-Werbung berücksichtigt das System unter anderem den Kontext und die Absicht eines laufenden Gesprächs, die Landingpage, Anzeigentexte, Context Hints, Targeting und Gebote. OpenAI trennt bezahlte Anzeigen ausdrücklich von den organischen ChatGPT-Antworten. Erste Daten aus den USA zeigen entsprechend: Nur bei 5,4 Prozent von 3'697 untersuchten Anzeigen erschien der Werbetreibende gleichzeitig in der organischen ChatGPT-Antwort. Für Unternehmen entsteht damit neben GEO ein zweiter Kanal für Sichtbarkeit in KI-Systemen: Paid AI Visibility.

📋 Inhaltsverzeichnis

Wie ChatGPT Ads funktionieren und was kontextbasierte Werbung für GEO bedeutet

Mit ChatGPT Ads entsteht neben der organischen Sichtbarkeit in KI-Systemen ein bezahlter Zugang zu Nutzern, die innerhalb eines Gesprächs Produkte, Dienstleistungen und mögliche Lösungen recherchieren. Seit Ende August 2026 steht der Self-Service Ads Manager auch Werbetreibenden in der Schweiz zur Verfügung. OpenAI meldete am 31. August zudem, dass ChatGPT Ads weniger als 200 Tage nach dem Start eine annualisierte Umsatzrate von einer Milliarde US-Dollar erreicht hat und bereits von Zehntausenden Werbetreibenden genutzt wird. Quelle: OpenAI, 31. August 2026

Für Marketingverantwortliche ist dabei weniger die Grösse des neuen Werbekanals als seine Funktionsweise interessant. ChatGPT Ads orientieren sich nicht ausschliesslich an einzelnen Suchbegriffen. OpenAI berücksichtigt bei der Auswahl einer Anzeige unter anderem den Kontext und die Absicht des aktuellen Gesprächs. Damit unterscheidet sich das Matching von einer klassischen Keyword-Logik. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT, The Basics

ChatGPT Ads sind in der Schweiz verfügbar

OpenAI startete den ersten ChatGPT-Ads-Test am 9. Februar 2026 in den USA. Am 18. August kündigte das Unternehmen die Ausweitung auf 31 europäische Märkte an. Ende August folgte der Self-Service-Zugang über den Ads Manager für Europa. Die aktuelle Verfügbarkeitsliste von OpenAI führt die Schweiz ausdrücklich als Markt mit verfügbarem Self-Service-Zugang. Quelle: OpenAI, Ads Manager Availability

Anzeigen können bei Nutzern der Free- und Go-Tarife erscheinen. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben nach den aktuellen Angaben von OpenAI werbefrei. Anzeigen werden als gesponserte Inhalte gekennzeichnet und getrennt von der eigentlichen ChatGPT-Antwort dargestellt. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

OpenAI spricht inzwischen von mehr als einer Milliarde wöchentlich aktiven ChatGPT-Nutzern. Das bedeutet allerdings nicht, dass Werbetreibende automatisch diese gesamte Reichweite adressieren können. Werbefreie Abonnements, regionale Verfügbarkeit, Altersbeschränkungen, sensible Gesprächskontexte und die Relevanzprüfung des Werbesystems begrenzen die tatsächlich erreichbare Zielgruppe. Quelle: OpenAI, 31. August 2026

Wie ChatGPT Ads funktionieren

OpenAI beschreibt das eigene Werbesystem als System, das Anzeigen anhand der erwarteten Relevanz und erwarteter Ergebnisse auswählt. Dabei werden mehrere Signale kombiniert. Dazu gehören der Kontext und die Absicht des aktuellen Gesprächs, die Landingpage des Werbetreibenden, Titel und Beschreibung der Anzeige, sogenannte Context Hints und Targeting-Einstellungen. Bei aktivierter Anzeigenpersonalisierung können zusätzlich ausgewählte Signale aus der breiteren ChatGPT-Nutzung berücksichtigt werden. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

Signal Bedeutung für ChatGPT Ads
Gesprächskontext Das System berücksichtigt, worüber der Nutzer im aktuellen Chat spricht.
Conversational Intent Die Absicht hinter dem Gespräch fliesst in die Relevanzbewertung ein.
Context Hints Werbetreibende beschreiben Gespräche, Themen oder Begriffe, bei denen ihr Angebot relevant sein könnte.
Landingpage Der Inhalt der Zielseite gehört zu den von OpenAI genannten Relevanzsignalen.
Anzeigentext Titel und Beschreibung werden bei der Auswahl berücksichtigt.
Targeting Unter anderem geografisches Targeting und Custom Audiences werden unterstützt.
Gebot Das Gebot fliesst zusammen mit der Relevanz in die Anzeigenauktion ein.

Diese Funktionsweise verändert die Planung von Paid-Kampagnen. Ein Nutzer muss sein Bedürfnis nicht auf zwei oder drei Suchbegriffe reduzieren. Er kann ein Problem, seine Anforderungen, Einschränkungen und Entscheidungskriterien in natürlicher Sprache formulieren. Das Werbesystem kann diesen Gesprächskontext für das Matching verwenden. Quelle: OpenAI, 31. August 2026

Context Hints statt klassischer Keyword-Logik

Eine wichtige Funktion für Werbetreibende sind die sogenannten Context Hints. Sie werden auf Ebene der Anzeigengruppe hinterlegt und beschreiben Gespräche, Themen oder Keywords, bei denen ein Produkt oder eine Dienstleistung relevant sein könnte.

OpenAI weist ausdrücklich darauf hin, dass Context Hints keine Exact-Match-Keywords sind und keine Auslieferung bei einem bestimmten Gespräch garantieren. Sie liefern dem System vielmehr zusätzlichen Kontext für das Matching zwischen Nutzerabsicht und Angebot. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT, The Basics

Auch die Empfehlungen zur Anzeigengestaltung zeigen diese Ausrichtung. OpenAI empfiehlt konkrete und nutzenorientierte Texte, die beschreiben, welchen praktischen Nutzen ein Angebot hat, für wen es gedacht ist und in welcher Situation es hilfreich sein kann. Generische Werbeaussagen liefern dem System entsprechend weniger Kontext als klar definierte Anwendungsfälle. Quelle: OpenAI, Create Ads for ChatGPT Ads

Einschätzung von Zündstoff Marketing ChatGPT Ads sollten derzeit nicht als Kopie bestehender Google-Ads-Kampagnen aufgebaut werden. Sinnvoll ist eine Struktur nach konkreten Kundenproblemen, Entscheidungssituationen und Anwendungsfällen. Context Hints und Anzeigenvarianten können anschliessend auf diese Situationen ausgerichtet werden. Welche Struktur tatsächlich bessere Ergebnisse liefert, sollte über kontrollierte Kampagnentests und Conversion-Daten geprüft werden.

Wie die Anzeigenauktion funktioniert

ChatGPT Ads verwendet nach Angaben von OpenAI eine relevanzgewichtete Zweitpreisauktion. Unter mehreren geeigneten Anzeigen entscheidet damit nicht ausschliesslich das höchste Gebot. Das System berücksichtigt eine Kombination aus Relevanz und Werbegebot. OpenAI beschreibt das Ziel der Auktion als Maximierung des Werts für Werbetreibende und Nutzer. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT, The Basics

Aktuell werden unter anderem CPM- und CPC-Kampagnen unterstützt. Für CPC-Kampagnen nennt OpenAI in seiner Dokumentation einen empfohlenen anfänglichen maximalen CPC von 3 bis 5 US-Dollar. Zusätzlich hat OpenAI Conversion-Optimierung eingeführt. Zur Messung stehen unter anderem Impressions, Klicks, CTR, durchschnittlicher CPC, durchschnittlicher CPM und Conversions zur Verfügung. OpenAI Pixel, Conversions API sowie UTM-Parameter können für die Erfolgsmessung eingesetzt werden. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT, The Basics

Welche Nutzerdaten in der Schweiz berücksichtigt werden

Beim Thema Personalisierung muss zwischen dem aktuellen Gespräch und zusätzlichen Nutzersignalen unterschieden werden. OpenAI kann für die Auswahl einer Anzeige Informationen aus dem aktuellen Chat verwenden. Dazu kommen grundlegende Kontextinformationen wie die allgemeine Region oder Sprache. Die privaten Gespräche selbst werden laut OpenAI nicht an Werbetreibende weitergegeben. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

In Märkten mit aktivierter Anzeigenpersonalisierung können zusätzlich vergangene Chats und Memory sowie bisherige Interaktionen mit Anzeigen berücksichtigt werden. Für den Europäischen Wirtschaftsraum und die Schweiz ist diese personalisierte Werbung laut OpenAI zunächst nicht verfügbar. Schweizer Werbetreibende sollten daher nicht davon ausgehen, dass das US-amerikanische Personalisierungsmodell unverändert auf Schweizer Kampagnen übertragen werden kann. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

GEO und ChatGPT Ads sind getrennte Systeme

Bei der Verbindung zwischen Generative Engine Optimization, kurz GEO, und ChatGPT Ads ist eine klare Abgrenzung notwendig. OpenAI erklärt ausdrücklich, dass Werbung die Antworten von ChatGPT nicht beeinflusst. Anzeigen laufen auf separaten Systemen. Werbetreibende können die organischen Antworten von ChatGPT weder kaufen noch deren Reihenfolge über Anzeigengebote verändern. Eine eingeblendete Anzeige bedeutet zudem keine Empfehlung des Werbetreibenden durch OpenAI. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

Es gibt derzeit auch keinen veröffentlichten Beleg von OpenAI dafür, dass eine hohe organische GEO-Sichtbarkeit einer Marke automatisch zu einer besseren Anzeigenposition, einem niedrigeren CPC oder einer höheren Ausspielungswahrscheinlichkeit führt. Aussagen wie „erst GEO, dann ChatGPT Ads“ lassen sich daher nicht als technische Voraussetzung des Werbesystems begründen.

Für die Marketinganalyse bleibt die Verbindung dennoch relevant. Ein Unternehmen kann in einer ChatGPT-Antwort organisch genannt werden, als bezahlte Anzeige erscheinen, in beiden Bereichen sichtbar sein oder in keinem der beiden. Ebenso kann ChatGPT organisch eine Marke nennen, während direkt unter der Antwort eine Anzeige eines Wettbewerbers erscheint.

Situation Organische AI Visibility Paid AI Visibility
Organic-only Marke wird genannt oder zitiert Keine eigene Anzeige
Paid-only Marke fehlt in der Antwort Eigene Anzeige erscheint
Dual Presence Marke wird organisch genannt Eigene Anzeige erscheint zusätzlich
Competitor Interception Eigene Marke wird genannt Anzeige eines Wettbewerbers erscheint

Diese Trennung ist für die Erfolgsmessung entscheidend. Organische AI Visibility und Paid AI Visibility sollten nicht zu einer einzigen Kennzahl vermischt werden. Erst danach lässt sich untersuchen, welchen Beitrag beide Bereiche zu Website-Besuchen, Leads, Conversions und Umsatz leisten.

Was erste Daten aus den USA zeigen

Da ChatGPT Ads in den USA früher gestartet sind, liegen dort bereits erste Beobachtungsdaten vor. Diese Daten sollten noch nicht als allgemeingültiger Benchmark betrachtet werden. Sie geben jedoch Hinweise darauf, wie Paid und Organic innerhalb von ChatGPT nebeneinander auftreten können.

Seer Interactive untersuchte in einer im Juli 2026 aktualisierten Analyse 3'697 beobachtete ChatGPT-Anzeigen. Bei lediglich 5,4 Prozent dieser Anzeigen erschien der jeweilige Werbetreibende gleichzeitig in der organischen ChatGPT-Antwort. Bei 3,3 Prozent wurde der Werbetreibende zusätzlich als Quelle: zitiert. Quelle: Seer Interactive, aktualisiert am 28. Juli 2026

Die Daten zeigen nicht, ob organische Sichtbarkeit die Performance einer ChatGPT-Anzeige verbessert. Sie zeigen jedoch, dass eine bezahlte Platzierung keine vorherige organische Nennung voraussetzt. Paid kann damit Sichtbarkeit in Gesprächskontexten schaffen, in denen eine Marke in der organischen ChatGPT-Antwort nicht vorkommt.

Seer untersuchte auch, welche Anzeigen bei direkten Fragen zu einer bestimmten Marke erscheinen. Nur bei 7,3 Prozent dieser markenbezogenen Prompts erschien zusätzlich eine Anzeige der Marke, nach der der Nutzer gefragt hatte. Damit bleibt der Werbeplatz bei solchen Anfragen häufig für andere Anbieter offen. Seer dokumentierte beispielsweise einen Fall, bei dem ein Wettbewerber diesen Platz nutzte, um sich als Alternative zur gesuchten Marke zu positionieren. Die Untersuchung basiert auf einer frühen Marktphase mit rund zwei Wochen Beobachtungsdaten. Die Ergebnisse können sich mit der zunehmenden Verbreitung von ChatGPT Ads deutlich verändern. Quelle: Seer Interactive, 28. Juli 2026

Was Schweizer KMU daraus ableiten können

Für Schweizer KMU spricht der aktuelle Entwicklungsstand gegen eine vorschnelle Verlagerung grosser bestehender Werbebudgets zu ChatGPT Ads. Der Kanal ist jung, OpenAI erweitert laufend Formate, Targeting, Gebotsstrategien und Messmöglichkeiten. Gleichzeitig fehlen für den Schweizer Markt noch langfristige Benchmarks zu CPC, Conversion Rate, CPA und Return on Ad Spend.

Empfehlung von Zündstoff Marketing Bestehende Budgets aus Google Ads, LinkedIn oder Meta sollten nicht allein aufgrund der aktuellen Aufmerksamkeit um ChatGPT Ads verschoben werden. Für Unternehmen mit passenden Zielgruppen ist zunächst ein begrenzter Test sinnvoll. Kampagnen sollten über klar definierte Anwendungsfälle aufgebaut und mit sauberem Conversion-Tracking gemessen werden. Entscheidend sind nicht Impressions oder Klicks allein, sondern qualifizierte Leads, Conversions, Kosten pro Akquisition und der daraus entstehende Geschäftswert.

Parallel dazu sollte die organische Sichtbarkeit beobachtet werden. Relevant ist, welche Marken ChatGPT bei entsprechenden Fragen nennt, welche Wettbewerber zitiert werden, bei welchen Themen die eigene Marke fehlt und welche Anzeigen bei denselben Gesprächssituationen erscheinen. Die Verbindung dieser Daten liefert ein vollständigeres Bild als die isolierte Betrachtung von GEO oder Paid Media.

Für Unternehmen entsteht damit keine zwingende Reihenfolge von SEO über GEO bis zu ChatGPT Ads. Sinnvoller ist eine gemeinsame Messlogik mit getrennten Kanälen. Auf der einen Seite steht die organische AI Visibility, auf der anderen die Paid AI Visibility. Beide können auf dieselbe Customer Journey wirken, müssen aber getrennt attribuiert werden.

Resümee

ChatGPT Ads erweitern Paid Media um einen Werbekanal, bei dem Gesprächskontext und Nutzerabsicht eine zentrale Rolle beim Matching spielen. OpenAI kombiniert dafür unter anderem aktuellen Chat-Kontext, Intent, Landingpage, Anzeigeninhalte, Context Hints, Targeting und Gebote. Bei mehreren geeigneten Anzeigen kommt eine relevanzgewichtete Zweitpreisauktion zum Einsatz. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT, The Basics

GEO und ChatGPT Ads sollten dabei fachlich getrennt bleiben. OpenAI bestätigt keine organische Markenautorität als Rankingfaktor für Anzeigen und trennt Werbung ausdrücklich von den generierten Antworten. Erste Daten aus den USA zeigen zugleich, dass organische und bezahlte Sichtbarkeit innerhalb desselben Gesprächs aufeinandertreffen können.

Für Schweizer Unternehmen ergibt sich daraus eine neue Messaufgabe. Relevant ist nicht nur, ob eine Marke in ChatGPT sichtbar ist, sondern auch, auf welchem Weg diese Sichtbarkeit entsteht und welchen Beitrag sie zu einem Geschäftsergebnis leistet. Zündstoff Marketing empfiehlt deshalb, ChatGPT Ads zunächst kontrolliert zu testen und Paid-Daten, GEO-Daten und Conversion-Daten getrennt zu erfassen, bevor grössere Budgetentscheidungen getroffen werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was sind ChatGPT Ads?

ChatGPT Ads sind bezahlte und als gesponsert gekennzeichnete Anzeigen, die getrennt von einer ChatGPT-Antwort erscheinen können. OpenAI wählt Anzeigen anhand erwarteter Relevanz und Ergebnisse aus. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

Sind ChatGPT Ads in der Schweiz verfügbar?

Ja. Die Schweiz wird von OpenAI aktuell als Land mit verfügbarem Self-Service-Zugang zum Ads Manager geführt. Quelle: OpenAI, Ads Manager Availability

Wie wählt ChatGPT Anzeigen aus?

OpenAI berücksichtigt unter anderem Kontext und Intent des aktuellen Gesprächs, Landingpage, Titel und Beschreibung der Anzeige, Context Hints, Targeting sowie Gebote. Bei aktivierter Personalisierung können in unterstützten Märkten zusätzliche Signale aus der ChatGPT-Nutzung berücksichtigt werden. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

Sind Context Hints mit Keywords vergleichbar?

Nur teilweise. Context Hints können Themen und Keywords enthalten, funktionieren laut OpenAI aber nicht als Exact-Match-Keywords. Sie beschreiben Gesprächssituationen und Themen, in denen ein Angebot relevant sein könnte, garantieren jedoch keine Auslieferung bei einem bestimmten Prompt. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT, The Basics

Beeinflussen ChatGPT Ads die organischen Antworten?

Nein. OpenAI gibt ausdrücklich an, dass Anzeigen auf separaten Systemen laufen und Werbetreibende ChatGPT-Antworten weder beeinflussen noch kaufen oder in ihrer Reihenfolge verändern können. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT

Braucht ein Unternehmen GEO, bevor es ChatGPT Ads schaltet?

Nein. Dafür gibt es derzeit keine technische Voraussetzung und keinen veröffentlichten Nachweis von OpenAI. Erste Daten von Seer Interactive zeigen, dass bei 3'697 untersuchten Anzeigen nur 5,4 Prozent der Werbetreibenden gleichzeitig in der organischen ChatGPT-Antwort erschienen. GEO kann für die organische AI Visibility relevant sein, während ChatGPT Ads einen separaten Paid-Kanal darstellen. Quelle: Seer Interactive, 28. Juli 2026

Welche Kennzahlen können bei ChatGPT Ads gemessen werden?

Der Ads Manager umfasst derzeit unter anderem Impressions, Klicks, Spend, CTR, durchschnittlichen CPC, durchschnittlichen CPM und Conversions. Für die Conversion-Messung stellt OpenAI unter anderem OpenAI Pixel und Conversions API bereit. UTM-Parameter können zusätzlich für bestehende Analytics-Systeme verwendet werden. Quelle: OpenAI, Ads in ChatGPT, The Basics

Sollten Schweizer KMU bereits ChatGPT Ads testen?

Ob ein Test sinnvoll ist, hängt von Zielgruppe, Angebot, Marge, bestehender Datenbasis und verfügbaren Werbebudgets ab. Da der Self-Service-Zugang in der Schweiz verfügbar ist, können Unternehmen Kampagnen testen. Zündstoff Marketing empfiehlt in der aktuellen Marktphase ein klar begrenztes Testbudget, definierte Conversion-Ziele und einen Vergleich mit bestehenden Paid-Kanälen, bevor grössere Budgets verschoben werden.

KI-Sichtbarkeit

Über den Autor

Francisco Montemari, Gründer von Zündstoff Marketing

Francisco Montemari

Francisco Montemari ist Gründer von Zündstoff Marketing (Plan26 GmbH) in Allschwil bei Basel. Als Dipl. Marketingmanager HF und System Engineer verbindet er über 16 Jahre IT-Erfahrung mit mehr als 10 Jahren im digitalen Marketing, mit Fokus auf Suchmaschinenoptimierung, Generative Engine Optimization (GEO) und KI-Sichtbarkeit für Schweizer KMU. Als Fachautor zu diesen Themen ist er unter anderem bei Marketing.ch, der AFS-Akademie und OMT vertreten.

Interessiert dich das für dein Unternehmen?

Kostenlose Erstanalyse für dein KMU

Wir besprechen in 30 Minuten, wie du mit GEO und KI-Sichtbarkeit mehr qualifizierte Anfragen generierst.

Erstgespräch buchen

Bereit für mehr Sichtbarkeit?

Antwort innert 24 Stunden. 30 Minuten, kostenlos und unverbindlich.

Erstgespräch buchen

Weitere Artikel

Alle ansehen →
KI-Suchmaschinen: Wer hat welchen Marktanteil?

KI-Suchmaschinen: Wer hat welchen Marktanteil?

ChatGPT dominiert den von KI-Plattformen erzeugten Website-Referral-Traffic aktuell mit rund 75 Prozent. Daraus abzuleiten, ChatGPT halte auch rund drei Viertel des gesamten KI- oder Suchmaschinenmarktes, wäre jedoch falsch. Der Wert bezieht sich ausschliesslich auf den Anteil am KI-Referral-Traffic zu Websites – nicht auf Nutzerzahlen, Suchvolumen oder den gesamten Suchmarkt. Gemessen am gesamten Website-Traffic bleibt dieser Kanal weiterhin klein, wächst aber deutlich. Gleichzeitig verändert sich grundlegend, wie Nutzerinnen und Nutzer Informationen suchen und Antworten konsumieren. Das hat direkte Auswirkungen auf Websites, Publisher sowie SEO- und GEO-Strategien. Wer die Marktanteile von KI-Suchtools richtig einordnen will, muss deshalb klar zwischen klassischem Suchmarkt, Plattformnutzung, KI-Referral-Traffic und integrierten KI-Sucherlebnissen wie Google AI Overviews unterscheiden.

KI-Automatisierung: Prozesse optimieren und Kosten sparen

KI-Automatisierung: Prozesse optimieren und Kosten sparen

KI Automatisierung nutzt lernende Algorithmen und verarbeitet unstrukturierte Daten wie E-Mails oder PDFs, um Prozesse in Schweizer Unternehmen eigenständig zu optimieren. Laut der AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2025 setzen bereits 34 Prozent der Schweizer KMU Künstliche Intelligenz aktiv ein, um ihre Arbeitsschritte gezielt zu optimieren – weitere 37 Prozent erproben die Technologie. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Marketing und Vertrieb profitieren von Lead-Qualifizierung, im Kundenservice kommen Chatbots zum Einsatz, und in Buchhaltung sowie HR werden automatisiertes Beleglesen und CV-Screening eingesetzt. Die Kosten umfassen Implementierungs- sowie Lizenzgebühren, wobei sich Investitionen in Schweizer KMU oft bereits nach wenigen Monaten amortisieren. Wesentliche Risiken bestehen in der Datenqualität und der Einhaltung des Datenschutzes gemäss DSG.

Modernes, digitales Titelbild für einen Blogpost über Googles multimodales Video-KI-Modell Gemini Omni. Ein zentraler, leuchtender Prozessorkern verarbeitet Datenströme aus Text, Bild und Audio und erzeugt daraus hochwertige Videos. Der Stil ist clean, futuristisch und nutzt Google-typische Cyan- und Violetttöne.

Googles multimodales KI-Modell für Video

Gemini Omni ist eine neue Modellfamilie von Google, die Text, Bild, Audio und Video in einem einzigen Prompt verarbeitet und daraus Video erzeugt. Google stellte das Modell am 19. Mai 2026 auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vor. Das erste verfügbare Modell heisst Gemini Omni Flash und ist seit dem Launchtag live in der Gemini App, in Google Flow sowie kostenlos in YouTube Shorts Remix und YouTube Create. Die Clips sind aktuell auf zehn Sekunden begrenzt, und zwar bewusst als Rollout-Entscheidung, nicht aufgrund einer technischen Grenze. Für Marketingteams ist das relevant, weil schnelle, kostengünstige Videovarianten direkt verfügbar werden — mit klaren Einschränkungen bei Länge und Audiobearbeitung, die man kennen sollte.